Presseschau
April 2003

Neuester Eintrag



2003-Apr-01
Oldenburgische Volkszeitung [Vechta]

Internationale Tagung an der Hochschule

Vechta (vk) – Von Mittwoch bis Freitag (2. bis 4. April) findet eine Tagung zum Thema »Landwirtschaft in Ökosystemen des Nordens« an der Hochschule Vechta statt.
Über die Auswirkungen der globalen Veränderung auf bodenökologische Prozesse werden Vorträge gehalten. Es werden an die 40 Gäste aus Kanada, den USA, Skandinavien, Deutschland und Russland erwartet. Im Rahmen der Veranstaltung wird es am Mittwoch ab 17.30 Uhr einen öffentlichen Vortrag von Prof. Dr. Dr. Hans-Peter Blume zum Thema »Böden und Bodenökologie in eisfreien Küstenlandschaften der Antarktis« geben.



2003-Apr-02
rundblick

VG Oldenburg: Howe handelte rechtswidrig

(rb) Oldenburg. Der frühere Rektor der Hochschule Vechta, Prof. Howe, hat rechtswidrig gehandelt, als er mit Billigung des Wissenschaftsministeriums im Sommer 2001 den ihm missliebigen Prof. Hucker auf disziplinarrechtlichem Wege in der hochschulinternen Auseinandersetzung mundtot zu machen versuchte. Die Disziplinarkammer beim Oldenburger Verwaltungsgericht hat jetzt eine Disziplinarverfügung Howes aufgehoben, welche das Ministerium seinerzeit bestätigt hatte, nach dem der in der Hochschule zur Opposition gegen den Rektor zählende Hucker Beschwerde eingelegt hatte. Howe hatte Hucker einen Verweis erteilt, weil der mit einer angeblich sachlich falschen Presseerklärung zur »Konzilsliste« seine Pflicht zur Amtsverschwiegenheit verletzt und den Ruf der Hochschule und Hochschulleitung beschädigt habe. In der Erklärung war dem Rektor eine schwere Pflichtverletzung vorgeworfen worden, weil er dem höchsten Selbstverwaltungsgremium der Hochschule seinen fälligen Rechenschaftsbericht noch immer nicht vorgelegt habe. Das Ministerium stellte sich hinter Howe und wies die Beschwerde Huckers im Kern zurück mit der Begründung, er habe mit dem Versuch, Einfluss auf Dienstangelegenheiten zu nehmen und die Tätigkeit des Rektors öffentlich zu diskreditieren, zumindest fahrlässig seine Dienstpflichten verletzt. Die Disziplinarkammer hat jedoch in ihren unanfechtbaren Beschluss unter dem Aktenzeichen 10 B 2684/02 Hucker in vollem Umfang Recht gegeben, die Disziplinarverfügung für rechtswidrig erklärt und den Verweis aufgehoben. Hucker habe keine seiner Dienstpflichten verletzt.
Hucker, ein Historiker, ist seit 1997 C3-Professor in Vechta und hat gerade eine große Biographie von Heinrich IV veröffentlicht. Howe ist als Rektor vorzeitig aus dem Amt geschieden und verbringt derzeit zwei Freisemester, die er für Forschungen nutzen soll. An der Hochschule Vechta sind mit dem Ausscheiden Howes, der am Ende mit allen Gremien zerstritten war und nur vom Wissenschaftsministerium gestützt wurde, die heftigen internen Auseinandersetzungen zu einem Ende gekommen. Zu dem Konflikt liegt dem Landtag seit langem eine Petition vor, die nach zwei Jahren noch unbeantwortet ist. Der Berichterstatter für den zuständigen Wissenschaftsausschuss, der inzwischen aus dem Parlament ausgeschiedene SPD-Abgeordnete Domröse, hatte die Petenten, offenbar auf Veranlassung des Ministeriums, erfolglos gebeten, ihre Eingabe zurück zu ziehen.

Text des Urteils



2003-Apr-04
Oldenburgische Volkszeitung [Vechta]

Fakultätsstatus offiziell verankert
Institut für katholische Theologie bringt Sammelband heraus

Vechta (tho) – Das Institut für katholische Theologie ist im neuen Hochschulgesetz von Niedersachsen mit den Pflichten und Aufgaben einer Fakultät verankert worden. Dies teilte Professor Dr. Raimund Lachner aus dem Institutsrat gestern auf Anfrage der OV mit.
Als Ergebnis der Vorlesungsreihe »Elementarisierung der katholischen Theologie für das Lehramtsstudium« ist jetzt der Sammelband »Qualitätsmanagement in der Theologie« über die Chancen des Lehramts herausgekommen. Das Buch von Lachner und Professor Dr. Egon Spiegel ist in der Reihe Vechtaer Beiträge zur Theologie erschienen.

(Foto: Kokenge) Sammelband vorgestellt: Institutsleiter Professor Dr. Franz-Georg Untergaßmair (Mitte), Professor Dr. Manfred Balkenohl (l.) und Professor Dr. Friedrich Jansen.



2003-Apr-10
Nordwest-Zeitung

Der Weg vom Flachland in die Hohen Tauern
Kooperation Vechtaer Wissenschaftler als Gastdozent auf Österreich-Tour

Auf Seminare und Vorlesungen folgen »Workshops«. Experten suchen nach Lösungen.

Vechta/EB/CCF – Man muss nicht unbedingt aus den Alpen stammen, um mit den Problemen von Bergregionen vertraut zu sein. Als einziger auswärtiger Experte hat der Regionalwissenschaftler Prof. Ingo Mose (Hochschule Vechta) eine Einladung zu einem Studienprojekt erhalten, das neue Strategien für die Salzburger Nationalparkregion Hohe Tauern entwickeln soll. Die Universität Salzburg und die Wiener Universität für Bodenkultur koordinieren das vom österreichischen Bildungsministerium geförderte Drei-Jahres-Projekt.
Die Studie soll unter anderem Antworten auf Fragen geben wie »Wo sind neue Straßen oder Schienenverkehr sinnvoll?« und »Wie kann der wirtschaftlich wichtige Tourismus in der Region mit dem Umweltschutz in Einklang gebracht werden?«
Mose, der über den Nationalpark Hohe Tauern promoviert hat, gilt in Österreich als ausgewiesener Alpenkenner. Darüber hinaus gehört die Universität Salzburg besonders mit Kooperationen im Bereich der Umweltwissenschaften zu den Partnerhochschulen Vechtas. Vom Sommersemester an lehrt Mose in Salzburg zu grundlegenden Aspekten des Studienprojektes. 2004 stehen für ihn dann Forschungsaufenthalte und »Workshops« vor Ort auf dem Programm.



2003-Apr-12
Nordwest-Zeitung

Gerontologen ziehen positive Messebilanz
Alternswissenschaften Studium und Beruf mit ständig wachsenden Perspektiven

Die Fachmesse dient als Kontaktbörse. Das Programm bietet 76 Vorträge und Diskussionen.

Vechta/Nürnberg/EB/CCF – Fast 40000 Besucher haben die Verantwortlichen kürzlich bei der Fachausstellung »Altenpflege – Healthcare« in Nürnberg gezählt. Die Messe gilt als größte ihrer Art in Europa. Zu den mehr als 800 Ausstellern aus 15 Ländern gehörte aus das Institut für Interdisziplinäre Gerontologie (Alternswissenschaften) der Hochschule Vechta.
Der Vechtaer Delegation bot sich die Chance zum Erfahrungsaustausch. Zur Auswahl standen 76 Vorträge und Diskussionen zu Themen aus den Bereichen Pflegepraxis, Betriebsorganisation und Management für den stationären und für den ambulanten Bereich. Darüber hinaus kam es zu zahlreichen Begegnungen mit ehemaligen Vechtaer Gerontologie-Studenten, die in Nürnberg als Mitarbeiter und Repräsentanten von Messebeschickern tätig waren.
Während der drei Messetage informierten sich viele Besucher über das Studium der Alternswissenschaften in Vechta. Auf großes Interesse stieß neben den berufsbegleitenden viersemestrigen Studiengängen auch der »grundständige Studiengang« mit seinem bundesweit einmaligen Lehrangebot.

(Foto) Auch Prof. Jürgen Howe (links), Leiter des Instituts für Interdisziplinäre Gerontologie der Hochschule Vechta, nutzte die Gelegenheit zu Gesprächen auf dem Messestand.



2003-Apr-15
Oldenburgische Volkszeitung [Vechta]

Studenten begrüßt

150 Studierende haben sich zum Sommersemester an der Hochschule Vechta neu eingeschrieben. Sie wurden gestern von Hochschulleitung und Studierendenvertretern in der Hochschulaula begrüßt. Mit den 150 Neueinschreibungen setzt sich der positive Trend der letzten Jahre fort. Im vergangenen Sommersemester 2002 begrüßte die Hochschule 135 Erstsemester, im Sommersemester 2001 waren es 116, und im Sommersemester des Jahres 2000 zählte Vechta 107 neue Studierende. Traditionell liegen die Immatrikulationszahlen im Sommersemester niedriger als im Wintersemester, da die Hochschule zum Sommer hin nicht alle Studiengänge anbietet.



2003-Apr-16
Rundschau am Mittwoch

Die Strategie: »Sanfter Tourismus«
Vechtaer Professor Dr. Ingo Mose schreibt über Probleme der Alpenregion

»Tourismus in den Alpen – Idylle oder Rummelplatz?«

Vechta. Die Umweltwissenschaftler der Hochschule Vechta sind offensichtlich gefragt. Dr. Ingo Mose, Professor für Regionalwissenschaften am Institut für Umweltwissenschaften, zählt zu seinen Forschungsschwerpunkten die Alpen. Auf Anfrage eines österreichischen Verlages hat der gebürtige Bremer an einem Schulbuch über die Gebirgsregion mitgewirkt. Zudem wurde er als einziger auswärtiger Fachmann zum Studienprojekt eingeladen, das Zukunftsstrategien für die Salzburger Nationalparkregion Hohe Tauern entwickeln soll.
Sein im Wiener Hölzel-Verlag erschienene Schul- und Studienbuch »Bedrohte Alpen« will die Sensibilität für einen der größten Natur- und Freizeiträume Europas mit hoher kultureller und wirtschaftlicher Bedeutung fördern. Das Buch mit Beiträgen von renommierten Wissenschaftlern wendet sich ebenso an alle, die verständliche Infos zum Thema suchen.
Ein besonderes Bedrohungspotenzial sehe er im Thema »Tourismus in den Alpen – Idylle oder Rummelplatz?« schreibt Ingo Mose. Mit rund 120 Millionen Gästen pro Jahr sei der Fremdenverkehr ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Der steigende Flächenbedarf sowie das Verkehrsaufkommen bringe jedoch ökologische Belastungen mit sich. Die Erschließung neuer Skigebiete führe zudem zu Erosions- und Lawinengefahr.
Professor Mose, der schon über die Entwicklung eines »sanften Tourismus« im Nationalpark Hohe Tauern (Österreich) promovierte, leitet regelmäßig Exkursionen von Studierenden aus Vechta in den Alpenraum. Dabei geht es vor allem um einen Vergleich von Strukturen, Entwicklungsprozessen und Problemen alpiner Hochgebirgsregionen mit denen ländlicher Gebiete in Norddeutschland.
Die Frage nach Tourismus und Umweltschutz steht auch im Mittelpunkt des Studienprojektes Hohe Tauern, an dem Prof. Dr. Ingo Mose als einziger Wissenschaftler, der weder in den Alpen lebt noch hauptamtlich dort lehrt, teilnimmt. Dass er dennoch eingeladen worden ist, hat vor allem zwei Gründe: Zum einen gilt der Regionalwissenschaftler als ausgewiesener Alpenkenner. Zum anderen gehört die Universität Salzburg zu den engsten Partnerhochschulen Vechtas und unterhält mit ihr einige Kooperationen auf dem Gebiet der Umweltwissenschaften. Professor Ingo Mose bietet in Salzburg auch Lehrveranstaltungen zu grundlegenden Aspekten des Studienprojekts an.
Koordiniert wird das Projekt von der Universität Salzburg und der Universität für Bodenkultur Wien. Zudem unterstützt die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich den Ansatz, während das österreichische Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung seine Finanzierung trägt.



2003-Apr-16
Rundschau am Mittwoch

Verdiente Lehrende wurden verabschiedet
Helmut Meyer und Helmut Groß im Ruhestand

Ausscheidende bleiben der Hochschule mit Lehraufträgen erhalten.

Vechta. Mit dem Sommersemester 2003 haben sich an der Hochschule Vechta personelle Veränderungen ergeben. So verabschiedete Präsident Prof. Dr. Ortwin Peithmann den Soziologieprofessor Dr. Helmut Groß und den Anglisten Dr. Helmut Meyer in den wohlverdienten Ruhestand. Beide Dozenten blicken auf langjährige Lehre und Forschung an der Hochschule und deren Vorgängerinstitutionen zurück. Mit verschiedenen Lehraufträgen bleiben sie ihrer Uni auch weiter erhalten.
Dr. Helmut Groß arbeitete seit 1976 als Akademischer Rat, später als Akademischer Oberrat für Soziologie an der Hochschule Vechta, die damals noch Abteilung der Uni Osnabrück war. Zu seinen Schwerpunkten zählten Grundsätze der Soziologie, der Sozialethik, interkulturelle Forschung und Sozialstruktur. Dabei lehrte er Allgemeine Soziologie, Gesellschaftsvergleich, Soziologie der Altersstufen und Bildungssoziologie. Im Rahmen der Selbstverwaltung war Dr. Groß im Fachbereich und in vielen Kommissionen tätig sowie lange Zeit Sprecher der Gruppe der wissenschaftlichen und künstlerischen Mitarbeiter. Ab 1977 war er Beauftragter für das Akademische Auslandsamt.
Schon seit 1971 lehrte und forschte der Anglist Dr. Helmut Meyer in Vechta. Damals war die heutige Universität eine pädagogische Hochschule. Als Experte für die Didaktik der englischen Sprache und Literatur wirkte Dr. Meyer an neuen Formen der Lehrerausbildung und neuen Konzepten für den Unterricht mit, wobei er immer wieder in die Schulen ging, um dort mit den Lehrern gemeinsame Projekte zu erarbeiten. Seine Studenten begleitete er im Rahmen von Austauschprogrammen in die USA. In der Forschung beschäftigte sich Dr. Meyer vor allem mit anschaulicher Textarbeit, kreativen Arbeitstechniken im Englischunterricht, interkulturellem Lernen und englischsprachigen Kinderbuchklassikern. Dr. Helmut Meyer engagierte sich im Konzil, im Fachbereichsrat, in der Fachkommission und im Personalrat.
Sowohl Groß als auch Meyer bleiben der Hochschule verbunden. Dr. Groß führt seine Tätigkeit für das Akademische Auslandsamt übergangsweise fort, Dr. Meyer liest eine Einführung in die Fachdidaktik und gibt ein Hauptseminar zum Thema Lesen im Englischunterricht.



2003-Apr-17
Nordwest-Zeitung

Forschungen zur Bedeutung von Vertrauen

Vechtaer Psychologen empfehlen ein kooperatives Klima. So kann die Produktivität in Betrieben steigen.

Vechta/EB/CCF – Vertrauen spielt nicht nur in privaten Kontakten eine zentrale Rolle. Ihm kommt auch für die Arbeit und das Ansehen von Institutionen oder Firmen entscheidende Bedeutung zu. Das verdeutlicht eine Studie von Prof. Martin Schweer und Dr. Barbar Thies, zwei Psychologen der Hochschule Vechta. Die Untersuchung (ISBN 3-456-83978-2) beschäftigt sich unter anderem mit Vertrauensbeziehungen zwischen Vorgesetzten und Mitarbeiter sowie Organisationen und Kunden. Die Autoren weisen nach, dass Vertrauen die Arbeitsqualität verbessert und die Produktivität steigert. Um der vielfach angetroffenen »Vertrauenserosion« entgegenzusteuern, empfehlen Schweer und Thies die »Integration von Vertrauen in die Unternehmensphilosophie«.



2003-Apr-17
Nordwest-Zeitung

Schulabteilung vor dem Führungswechsel
Offizialat Dr. Franz Bölsker-Schlicht übernimmt die Position von Leo Simon

Der neue Mann kennt sich in Vechta aus. Er will sich auch dem Thema Ganztagsschulen widmen.

Vechta/EB/CCF – Ab August übernimmt Dr. Franz Bölsker-Schlicht (Mainz) die Leitung der Abteilung Schule und Erziehung am Bischöflich Münsterschen Offizialat Vechta. Damit tritt der 46-jährige habilitierte Historiker und Gymnasiallehrer in die Fußstapfen von Offizialatsrat Leo Simon (69), der mit Beginn des Schuljahres 2003/2004 in den Ruhestand wechselt. Simon hat die Schulabteilung 17 Jahre geführt, und gleichzeitig als Pfarrer der St.-Vitus-Gemeinde in Altenoythe gewirkt.
Bölsker-Schlicht stammt aus Rütenbrock (Kreis Emsland). Er hat in Vechta Geschichte und Kath. Theologie studiert. Später war er Dozent am Institut für Geschichte und historische Landesforschung der Hochschule Vechta, bevor 2001 sein Wechsel an das private Humboldt-Gymnasium (Wiesbaden) folgte. An der Ganztagsschule unterrichtet er Kath. Religion, Ethik, Geschichte/Wirtschaft und Sozialkunde.
Die Kirche als größten freien Schulträger im Oldenburgischen Land sieht der künftige Schulabteilungsleiter vor neuen Herausforderungen und Chancen, etwa im Hinblick auf Ganztagsschulen. Seiner Auffassung nach eröffnen sich in diesem Bereich neue, offensiv begehbare Wege. Ein Arbeitsschwerpunkt von Bölsker-Schlicht wird sein, die Gestaltung schulischer Bildung und Erziehung mit den familienpolitischen Anliegen zu verbinden, die der Kirche besonders wichtig sind.



2003-Apr-17
Oldenburgische Volkszeitung [Vechta]

Bölsker-Schlicht leitet die Schulabteilung
Offizialat: Gymnasiallehrer wird ab August Nachfolger von Offizialatsrat Leo Georg Simon

Vechta (bpv) – Der habilitierte Historiker und Gymnasiallehrer Dr. Franz Bölsker-Schlicht (46) wird ab August neuer Leiter der Abteilung Schule und Erziehung im Bischöflich Münsterschen Offizialat Vechta. Er tritt mit Beginn des Schuljahres 2003/2004 die Nachfolge von Offizialatsrat Leo Georg Simon (69) an, der die Schulabteilung seit 17 Jahren leitet und gleichzeitig Pfarrer von St. Vitus in Altenoythe ist.
Dem zur Zeit noch am privaten Humboldt-Gymnasium in Wiesbaden unterrichtenden Bölsker-Schlicht ist der Offizialatsbezirk Oldenburg nicht unbekannt. Geboren und aufgewachsen in Rütenbrock im Emsland, studierte er nach dem Abitur in Meppen an der Universität in Vechta die Fächer Geschichte und Katholische Theologie.
In Vechta war er auch Hochschuldozent am Institut für Geschichte und historische Landesforschung und im Fachgebiet Politikwissenschaft. Bereits 1986 promovierte Bölsker-Schlicht mit einer Dissertation über die »Hollandgängerei«. Eine weitere Stufe wissenschaftlicher Qualifikation bildete 1992 seine Habilitation, durch die er die Lehrbefugnis an Universitäten erwarb.
2001 wechselte Bölsker-Schlicht an das Humboldt-Gymnasium in Wiesbaden, eine Ganztagsschule, an der er die Fächer Religion, Ethik, Geschichte, Politik/Wirtschaft und Sozialkunde unterrichtet.
Der künftige Schulabteilungsleiter steht vor neuen Herausforderungen – beispielsweise im Hinblick auf die Entwicklung von Konzepten für Ganztagsschulen, die Eltern und Familien als Hilfe zur Lebensgestaltung dienen können. Der Kirche eröffnet sich nach Überzeugung Bölsker-Schlichts Möglichkeiten, hier neue Wege zu gehen.

(Foto: bpv) Neuer Leiter der Schulabteilung: Dr. Franz Bölsker-Schlicht.



2003-Apr-19
Nordwest-Zeitung

»Ehrentafel« für drei Professoren

Vechta/EB/CCF – Für herausragende Verdienste um die heimische Region verleiht der Heimatbund Oldenburger Münsterland seine »Ehrentafel« an die Vechtaer Professoren Alwin Hanschmidt, Joachim Kuropka und Hans-Wilhelm Windhorst. Heimatbund-Präsidentin Hildegard Kronlage (Neuenkirchen) wird die Auszeichnungen am Dienstag, 6. Mai, ab 17.15 Uhr bei einer Feierstunde in der kleinen Aula der Hochschule Vechta, Driverstraße, übergeben.



2003-Apr-19
Oldenburgische Volkszeitung [Vechta]

Anti Amerika – die neue Romantik in Deutschland

Peter Nitschke ist Direktor des Instituts für Sozialwissenschaften an der Hochschule Vechta.

Am Vorabend des Falls von Bagdad spielte sich die Szene ab: der irakische, so genannten Informationsminister wurde bei seiner letzten Pressekonferenz in den Straßen der Stadt von einem mutigen Journalisten gefragt, ob es jetzt nicht an der Zeit wäre, sich zu ergeben, wo doch die amerikanischen Panzer bereits in der Stadt gesehen worden seien. Daraufhin der Informationsminister: »Ja in der Tat, Sie – die Amerikaner – werden sich ergeben. So wird es sein!«
Wie es dann weiterging, wissen wir. Man sah aber auch deutlich die Verlegenheit bei so manchen Kommentatoren in den deutschen Fernseh- und Printmedien bei der Berichterstattung vom Ende des diktatorischen Regimes. Nichts von alledem, was man dem einheimischen, mitteleuropäischen Publikum seit mehr als einem Jahr hatte weismachen wollen, fand seine Bestätigung: keine Verluste in die Hunderttausende, keine furchtbare Bodenschlacht in stalingradschen Dimensionen. Die USA und England hatten nach gerade einmal drei Wochen die Oberhand und das Regime von Saddam Hussein zerbröselte und verschwand wie bei einer Geschichte aus Tausendundeinernacht. Doch der Ton macht die Musik: Die Berichterstattung in den deutschen Medien war in den letzten Wochen weit entfernt von Objektivität. So gut wie alle Nachrichtensender in Deutschland kultivierten mehr oder weniger verdeckt das Bild von einer bösen imperialen Macht, die eine (zwar schlimme, aber im Grund für Europa doch harmlose Diktatur) hinwegfegt. Mit einem Male waren alle in Deutschland Experten des Völkerrechts und wussten ganz genau, dass mit dem Dritten Golfkrieg die Amerikaner wieder einmal das internationale Völkerrecht brechen. Was in dieser tendenziösen Berichterstattung mitschwang ist ein überaus hybrider Antiamerikanismus, der von bestimmten politischen Parteien in Deutschland zur Stimmungsagenda in der letzten Zeit redlich gepflegt worden ist. Was informative und kritische Berichterstattung zum Krieg im Irak angeht, konnte man sich lediglich bei der BBC anschauen, die doch in England immerhin noch in die Kritik geriet, allzu regierungsfeindlich gewesen zu sein.
In Deutschland war Objektivität fehl am Platz. Dazu trugen auch die so genannten Experten bei: die Scholl-Latours, die wenigen »Experten«, die je im Irak waren, sie alle kolportierten ein Lagebild, bei dem Weltuntergangsszenarien überaus dramatisch dargestellt wurden.
Sicher, Menschen kamen in diesem Krieg ums Leben, aber wie oft sind in den Jahren von 1945 an bei den 30 bis 50 Kriegsschauplätzen dieser Erde Menschen getötet worden udn hat es deshalb dann in Deutschland einen größeren Protest gegeben? Etwa wegen Szrebenica oder Ruanda oder wegen Ost-Timor, den über eine Million Tote im Bürgerkrieg des Sudan oder wegen Tschetschenien? Nein, dies alles interessierte nicht, man geht in Deutschland nur dann auf die Straße in großen Massen, wenn Amerika mit im Spiel ist. Das war 1991 so, beim zweiten Golfkrieg, obwohl es dafür doch ein UN-Mandat gab. Und 1999 im Kosovo blieb es weitgehend ruhig, weil nun Deutschland erstmals mitbombte – ohne UN-Mandat. Angeblich ging es darum, ein zweites Auschwitz zu verhindern, wie Fischer und Scharping nicht müde wurden, zu betonen.
Nun, im dritten Golfkrieg, war die Sache wieder klar: Amerika bricht (angeblich) das Völkerrecht. Wobei man dem Publikum noch erklären müsste, was denn völkerrechtswidrig ist, wenn man Diktatoren daran hindert, Teile ihres eigenen Volkes zu massakrieren und dies noch dazu mit Massenvernichtungswaffen.
Dass gerade deutsche – und allen voran französische – Firmen das diktatorische Regime im Irak kräftig bedient haben, kehrt man als nicht relevante Fußnote unter den Teppich.
Heuchlerischer oder naiver geht es nicht mehr: Man gibt politisch vor, für die Menschenrechte zu sein und setzt sich gerade mit jenen Staatsoberhäuptern an einen Tisch, die in Grosny oder auf dem Platz des Himmlischen Friedens deutlich zeigen, was sie von Demokratie und Menschenrechten verstehen. Ganz abgesehen von dem Schaden, den man damit für die europäische Sache hat, geraten hierbei für die deutsche Außenpolitik die berechenbaren Koordinaten gänzlich durcheinander. Bei aufgeregter Verschwörungsrethorik zu Lasten Amerikas ist mehr als nur die Allianz der Demokraten auf dem Spiel: Es geht dann auch um die Rationalität der deutschen Politik selbst.
Mag Frankreich mit seinem Antiamerikanismus eine nationale Staatsräson betreiben, schließlich ist man im Club der Atomvetomächte, ist dies für Deutschland eine nicht vergleichbare Position. Hierzulande artikuliert sich im dumpfen Antiamerikanismus sehr viel überhebliches Kulturgefühl, aber wenig Sachkenntnis, geschweige denn politischer Realismus. Das hat gute Tradition: In der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts waren viele in Deutschland für die Gefühlsinhalte einer Politischen Romantik zu haben, Inhalte, die auf intensive Emotionalität und wenig pragmatische Rationalität Wert legen. Historisch meinte man darin ein Symbol konservativen Denkens festmachen zu können.
Mittlerweile haben sich die Fronten verkehrt: Seit der Wiedervereinigung sind es gerade die linksorientierten Parteien in Deutschland, die romantisierend mit Pauschalurteilen über Amerika herziehen. Damit tritt das alte Dilemma deutscher Außenpolitik in der Globalisierung verstärkt hervor: Man ist wenig sachorientiert bei internationalen Konflikten und sieht in den USA noch stets das eigentliche Problem für so viel Leid in der Welt.

Leserbrief Blömer
Leserbrief Staggenborg



2003-Apr-19
Oldenburgische Volkszeitung [Vechta]

Ehrentafel

Der Heimatbund für das Oldenburger Münsterland zeichnet am 6. Mai die Vechtaer Hochschullehrer Dr. Alwin Hanschmidt, Dr. Joachim Kuropka und Dr. Hans-Wilhelm Windhorst mit der Ehrentafel des Heimatbundes aus. Damit wird das Engagement der Professoren für die Region gewürdigt.



2003-Apr-19
Oldenburgische Volkszeitung [Vechta]

Erfolgreiche Promotion

Am Institut für Sozialwissenschaften hat Prof. Dr. Peter Nitschke (links) Dr. Ute Buchheim aus Rietberg in Nordrhein-Westfalen am Dienstag die Promotionsurkunde verliehen. Zuvor war ihre im Sommer 1999 mit »summa cum laude« abgeschlossene Doktorarbeit über »Regionale Interessenvertretung in Europa. NRW und Thüringen im Strukturvergleich« im Verlag Leske und Budrich erschienen. Rechts Prof. Dr. Hermann von Laer (Promotionskommission). Die Mutter zweier Kinder hat mit dem Sommersemester einen Lehrauftrag an der Hochschule angenommen.
Foto: Kokenge



2003-Apr-19
Oldenburgische Volkszeitung [Vechta]

EU-Osterweiterung: Wissenschaftler beziehen Stellung
Ringvorlesung im Sommersemester an der Vechtaer Universität / Auswirkungen für Deutschland werden diskutiert

Vechta – Die Ringvorlesung an der Vechtaer Universität steht in diesem Jahr unter dem Thema »Osteuropa und wir«. Der aktuelle Bezug: Viele Staaten Osteuropas stehen kurz vor dem Eintritt in die EU. In zwölf Vorlesungen wird aus der Sichtweise verschiedener Fachrichtungen Stellung bezogen und Auswirkungen für Deutschland diskutiert.
Den Anfang macht am 23. April Prof. Dr. Peter Nitschke. Er spricht über »Inside/Outside: Kulturelle Grenzen der Osterweiterung der Europäischen Union«. Der Vortrag von Prof. Dr. Alwin Hanschmidt am 30. April hat den Titel: »Aus den ›Völkergefängnissen‹ in die Europäische Union. Die internationale Stellung der Staaten Ostmitteleuropas von 1918 bis heute«. Am 7. Mai informiert Prof. Dr. Bernd Hucker über »Kolonialismus oder Kulturtransfer – die Eroberung des Baltikums durch deutsche Bürger und Orden«. Prof. Dr. Henriks Soms wird am 14. Mai Lettland auf dem Wege nach Europa vorstellen. Für den 21. Mai ist ein Vortrag über das unterschiedliche Verständnis des Begriffs »Identität« in Lettland und Deutschland von Eridiana Olehnovica vorgesehen. Am 28. Mai folgt Martin Schwarz mit dem Vortrag »Der Ostseerat: Bestandsaufnahme und Perspektive einer regionalen Kooperationsform«. Prof. Dr. Rainer Ehrnsberger informiert am 4. Juni über den Nationalpark »Wartha-Mündung« – ein deutsch-polnisches Projekt: »Ungarn und die EU-Erweiterung: Probleme und Diskussionen in Politik und Gesellschaft« ist am 11. Juni das Thema von Prof. Dr. Lásló Pethõ. Prof. Dr. Joachim Kuropka spricht am 18. Juni über den Krieg gegen Polen und deutsche Volksstimmung im Jahr 1939. »Eurobabel – Zur sprachlichen Situation in der EU nach der Ost-Süd-Erweiterung« heißt das Thema von Prof. Dr. Wilfried Kürschner am 25. Juni. Eine Woche später spricht Prof. Dr. Hermann von Laer über »Wohlstand für alle, Nutzen für Wenige oder gar Ende eines erfolgreichen Experiments? Die wirtschaftlichen Folgen der EU-Osterweiterung«. Prof. Dr. Klaus Bartels schließt am 9. Juli die Reihe. Sein Thema: »Lettisches Universitätsleben«.
– Die Vorträge sind jeweils mittwochs von 19.15 bis 20 Uhr im Raum N 02.



2003-Apr-19
Oldenburgische Volkszeitung [Vechta]

Gerontologen ziehen positive Messebilanz
40000 Besucher kamen zur Fachmessen »Altenpflege / Healthcare« nach Nürnberg

Vechta/Nürnberg – Zu den mehr als 800 Ausstellern aus 15 Ländern auf der kürzlich beendeten Fachmesse »Altenpflege/Healthcare« in Nürnberg gehörte auch das Institut für Interdisziplinäre Gerontologie an der Hochschule Vechta. Die professionelle Betreuung älterer Menschen gilt als einer der wichtigsten Dienstleistungsberufe der Zukunft. Schon jetzt arbeiten 1,2 Millionen Beschäftigte in der Alten- und Krankenpflege.
Während der drei Messetage informierten sich zahlreiche Besucher über die Studiengänge des Instituts für Interdisziplinäre Gerontologie anhand von Vorträgen, Beratungsgesprächen und Informationsmaterial. Auf großes Interesse stießen dabei nicht nur die berufsbegleitenden viersemestrigen Studiengänge, sondern auch der grundständige Studiengang mit seinem bundesweit einmaligen Lehrangebot.
Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch von Experten untereinander boten sich im Rahmen von 76 Vorträgen und Diskussionen zu Themen aus Pflegepraxis, Betriebsorganisation und Management für den stationären und ambulanten Bereich.
Auf der Nürnberger Fachmesse, die die größte ihrer Art in Europa ist, kam es auch zu einem Wiedersehen mit ehemaligen Vechtaer Studierenden der Gerontologie, die dort als Mitarbeiter und Repräsentanten von Fachausstellern tätig waren.
(Foto) Werbung für die Gerontologie machte auch der Vechtaer Institutsleiter Prof. Dr. Jürgen Howe (links).



2003-Apr-19
Oldenburgische Volkszeitung [Vechta]

Gute Forschungen im Bereich Umwelt
Minister lobt Niedersachsens Hochschulen

Hannover (lni) – Viele Hochschulen in Niedersachsen weisen im Bereich Umweltwissenschaften gute Forschungsleistungen auf.
Das ist das Ergebnis eines Gutachtens, das eine Kommission unabhängiger Experten vorlegte, teilten das Wissenschafts- und das Umweltministerium mit. Einige Einrichtungen wurden sogar als herausragend eingestuft, darunter das Institut für Chemie und Biologie des Meeres in Oldenburg, das Institut für Umweltsystemforschung in Osnabrück und das Zentrum für Waldökologie in Göttingen. »Das Gutachten zeigt, dass Niedersachsens Hochschulen zur Spitzenliga in der Forschung gehören«, sagte Wissenschaftsminister Lutz Stratmann (CDU). Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) betonte, es sei erfreulich, dass die meisten Hochschulen anwendungsorientiert forschen und eng mit der Industrie zusammenarbeiten.
Die Gutachtergruppe untersuchte im Auftrag der Wissenschaftlichen Kommission Niedersachsen die Umweltwissenschaft an den Hochschulen in Braunschweig, Hannover, Göttingen, Lüneburg, Oldenburg, Vechta, Clausthal und Osnabrück.



2003-Apr-19
Oldenburgische Volkszeitung [Vechta]

Martin Winter betreut neue Schriftenreihe
»Anwendungen in Biologie, Chemie, Physik«

Vechta – In der neuen Reihe »Mathematische Anwendungen in Biologie, Chemie, Physik« sind jetzt die ersten beiden Hefte erschienen. Zusammen mit Prof. Dr. Volkmar Dietrich von der Universität Potsdam fungiert Prof. Dr. Martin Winter, Mathematikdidaktiker an der Hochschule Vechta, als Herausgeber dieser Publikationen.
Das Heft »Tabellenkalkulation« des Autors Jochen Leßmann enthält vielfältige Anwendungsprobleme aus naturwissenschaftlichen Bereichen, die mithilfe von Tabellenkalkulation zu bewältigen sind. Dem Heft liegt auch eine CD mit Datenmaterial bei.
In dem Heft »Architektur des Lebens« von Friedhelm Ellenbracht und Brigitte Langenbruch werden Themen der Biologie mit zugehörigen mathematischen Beschreibungen, Modellen und Methoden dargestellt. Die Themen reichen dabei von Symmetrie und Grundlagen der Musterbildung über Zahlen- und Winkelverhältnisse bis hin zu Spiralen und raumfüllenden Baumustern, wie den Waben von Bienen.
Die Themenhefte lassen sich vor allem im Mathematikunterricht des Gymnasiums einsetzen, sind aber auch spannend für alle, die sich gerne mit Mathematik in Anwendungen auseinandersetzen. Erschienen sind die Hefte bei Cornelsen, Volk und Wissen Verlag, Berlin, 2003.
– martin.winter@uni-vechta.de



2003-Apr-19
Oldenburgische Volkszeitung [Vechta]

Mose zieht es vom Flachland in die Hohen Tauern
Vechtaer Umweltwissenschaftler entwickelt Zukunftsstrategien für die Salzburger Nationalparkregion

Vechta – Man muss nicht unbedingt aus den Alpen stammen, um mit den speziellen Problemen von Bergregionen vertraut zu sein. Als einziger auswärtiger Experte ist jetzt Dr. Ingo Mose, Professor für Regionalwissenschaften an der Hochschule Vechta, zur Mitwirkung an einem Studienprojekt eingeladen worden, das neue Zukunftsstrategien für die Salzburger Nationalparkregion Hohe Tauern entwickeln soll.
Koordiniert wird das Projekt von der Universität Salzburg und der Universität für Bodenkultur in Wien. Als weiterer Kooperationspartner ist die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich beteiligt.
Wie bringt man den wirtschaftlich so wichtigen Tourismus in Einklang mit dem nicht weniger wichtigen Umweltschutz? Wie lässt sich die Abwanderung der jungen Leute in die Städte stoppen? Wo sind neue Straßen sinnvoll? Wo setzt man besser auf die Schiene? Um solche Fragen geht es in dem Studienprojekt »Leben 2014«.
Bei dem Vorhaben, das insgesamt drei Jahre dauern wird, kooperieren Angehörige verschiedener Wissenschaftsdisziplinen: von der Landwirtschaft über die Forstwirtschaft bis zur Landschaftsplanung und Landschaftspflege, von der Geographie über die Kommunikationswissenschaften bis hin zur Soziologie. Auch Politiker und Interessenvertreter sollen sich beteiligen.
Mose ist der einzige Wissenschaftler im Projektteam, der weder in den Alpen lebt noch hauptamtlich dort lehrt. Zum einen ist er in Österreich als ausgewiesener Alpenkenner anerkannt. Zum anderen gehört die Universität Salzburg zu den engsten Partnerhochschulen Vechtas. Mose, der schon seine Doktorarbeit über den Nationalpark Hohe Tauern geschrieben hat, bietet ab dem Sommersemester in Salzburg mehrere Lehrveranstaltungen zu grundlegenden Aspekten des Studienprojekts an.



2003-Apr-19
Oldenburgische Volkszeitung [Vechta]

Neues Buch zum Vertrauen in Organisationen

Vechta – Vertrauen spielt nicht nur in privaten Kontakten eine zentrale Rolle. Ihm kommt auch für die Arbeit und das Ansehen von Institutionen und Firmen eine entscheidende Bedeutung zu. Das verdeutlicht jetzt eine Studie des Vechtaer Professors für Pädagogische Psychologie, Dr. Martin Schweer, und seiner Mitarbeiterin Dr. Barbara Thies. Darin erläutern sie auch Maßnahmen zur Förderung von Vertrauen.
Im Zentrum stehen Vertrauensbeziehungen zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern, zwischen Organisationen und Kunden und auch zwischen den Organisationen selbst. Verschleierungstaktiken und eine schlechte Informationspolitik, so zeigen die Autoren, zerstören Vertrauen. Denn Vertrauen setzt Transparenz voraus und effiziente Kommunikationsstrukturen. Warum aber ist Vertrauen für Institutionen, zumal für profitorientierte Unternehmen, überhaupt relevant? Die Antwort der Autoren: Vertrauen verbessert die Arbeitsqualität und damit die Produktivität.
Um ein vertrauensvolles kooperatives Klima zu fördern, empfiehlt das Autorenduo die »Integration von Vertrauen in die Unternehmensphilosophie«.
– Martin Schweer/Barbara Thies: Vertrauen als Organisationsprinzip – Perspektiven für komplexe soziale Systeme, Hans Huber 2003, ISBN 3-456-83978-2, 157 Seiten, 29,95 Euro.
martin.schweer@tiscali.de



2003-Apr-19
Oldenburgische Volkszeitung [Vechta]

Provozierender Titel: »Studium kannste vergessen«
Neue Publikationen von den Professoren Spiegel und Lachner zur Verbesserung der Religionslehrerausbildung

Vechta – »Lehramt Theologie – das Studium kannste vergessen!« Diesen provozierenden Titel trägt eine neue Studie von Prof. Dr. Egon Spiegel, Religionspädagoge am Institut für Katholische Theologie der Hochschule. Zusammen mit einer weiteren Publikation zur Religionslehrerausbildung, die ebenfalls in der Reihe »Vechtaer Beiträge zur Theologie« erschienen ist, thematisiert das Buch Perspektiven zur Verbesserung des Studiums.
Spiegel ist natürlich nicht der Meinung, dass man das Lehramtsstudium Theologie vergessen könne. Das zugespitzte Zitat stamme von ehemaligen Studierenden, die sich zu wenig auf die alltägliche Arbeit im Schulunterricht vorbereitet fühlen. Unter welchen Voraussetzungen von einem effizienten berufsqualifizierenden Studium gesprochen werden kann, arbeitet Spiegel detailliert heraus. Besonders wichtig sind ihm eine interdisziplinäre Ausrichtung des Studiums, die Berücksichtigung der späteren Praxis und die Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen nachuniversitärer Ausbildungsphasen.
Spiegels Denkanstöße flankieren ein für die Lehrerausbildung wegweisendes didaktisches Projekt, dass das Institut für Katholische Theologie über einen Zeitraum von zwei Semestern durchgeführt hat. Auch die Ergebnisse dieses Projektes liegen jetzt in Buchform vor. Herausgeber der Publikation »Qualitätsmanagement in der Theologie« ist neben Spiegel Prof. Dr. Raimund Lachner.
In dem Sammelband findet sich die Auswertung einer Befragung von Vechtaer Studierenden durch drei Kommilitoninnen. Das Buch enthält Beiträge von Lehrern, eines Vertreters des Offizialates und eines Fachseminarleiters zur Religionslehrerausbildung. Insbesondere aber dokumentiert der Band eine Vorlesungsreihe, in der alle Vechtaer Theologieprofessoren das Studium aus der Perspektive der von ihnen vertretenen Disziplin betrachten und damit eine pointierte Einführung in ihr je eigenes Fach geben. Das Projekt, an dem sich auch ein belgischer und polnischer Kollege beteiligt haben, gilt bundesweit als beispielhaft.
– Egon Spiegel: Lehramt Theologie – das Studium kannste vergessen! Berufseffizient studieren durch hochschuldidaktisch orientiertes Elementarisieren, Butzon & Bercker 2003, 14,50 Euro.
– Raimund Lachner, Egon Spiegel (Hrsg.): Qualitätsmanagement in der Theologie. Chancen und Grenzen einer Elementarisierung im Lehramtsstudium, Butzon & Bercker 2003, 19,90 Euro.
egon.spiegel@uni-vechta.de



2003-Apr-20
Sonntagsblatt

Der positive Trend hält an
150 neue Studenten an der Hochschule Vechta

Lange Schlangen vor den Hörsälen und in der Mensa.

Von René Sutthoff

Vechta. Die Ruhe der vergangenen Semesterferien ist vorbei. Seit Beginn dieser Woche herrscht wieder hektisches Treiben rund um alle Einrichtungen der Hochschule Vechta. Zusammen mit den knapp 150 neuen Studenten liegt die Zahl der Immatrikulierten am Universitätsstandort weiter bei über 2.000 Studierenden.
Das bekamen nicht nur die Lehrenden zu spüren, bei deren Vorlesungen sich teilweise lange Schlangen vor den Hörsälen bildeten. Auch in der Mensa als zentraler Platz der Hochschule herrschte dichtes Gedränge. Dabei lockte die Sonne viele Studenten zur ausgedehnten Mittagspause an der frischen Luft.
Mit den Einschreibungszahlen für das Semester 2003 setzt sich der positive Trend der vergangenen Jahre weiter fort. Noch im Sommersemester 2002 begrüßte die Hochschule 135 Erstsemester. Ein Jahr zuvor waren es 116 neue Studenten.
Traditionell liegen die Immatrikulationszahlen im Sommersemester niedriger als im Wintersemester, da die Hochschule Vechta nicht alle Studiengänge auch zum Beginn eines jeden Sommersemesters anbietet. Im vergangenen Wintersemester gab es rund 600 Neueinschreibungen, was ebenfalls eine kontinuierliche Steigerung im Vergleich zu den Vorjahren bedeutete.



2003-Apr-20
Sonntagsblatt

Die Vechtaer Gerontologen ziehen positive Messebilanz
Institut für Interdisziplinäre Gerontologie in Nürnberg

Besucher informierten sich über das Angebot der Hochschule Vechta.

Vechta. Fast 40.000 Besucher kamen in diesem Jahr zur Fachmesse »Altenpflege/Healthcare« in Nürnberg. Zu den mehr als 800 Ausstellern aus 15 Ländern gehörte auch das Institut für Interdisziplinäre Gerontologie an der Hochschule Vechta.
Während der drei Messetage informierten sich Besucher über die Studiengänge des Instituts für Interdisziplinäre Gerontologie anhand von Vorträgen, Beratungsgesprächen und Informationsmaterial. Auf Interesse stießen nicht nur die berufsbegleitenden viersemestrigen Studiengänge, sondern auch der grundständige Studiengang mit seinem bundesweit einmaligen Lehrangebot.
Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch von Experten untereinander boten sich im Rahmen von 76 Vorträgen und Diskussionen zu Themen aus Pflegepraxis, Betriebsorganisation und Management für den stationären und ambulanten bereich. Auf der Messe, die die größte ihrer Art in Europa ist, kam es auch zu einem Wiedersehen mit ehemaligen Vechtaer Studierenden der Gerontologie, die dort als Mitarbeiter und Repräsentanten von Fachausstellern tätig waren.

(Foto) Die Gerontologen Prof. Dr. Jürgen Howe, Brigitte Metje und Dr. Barbara Thies (v. li.) vertraten Vechta auf der Nürnberger Messe.



2003-Apr-20
Sonntagsblatt

Vertrauen in Organisationen
Autoren: Prof. Dr. Martin Schweer und Dr. Barbara Thies

Themen: Was ist Vertrauen? Wie wirkt es in Organisationen?

Vechta. Vertrauen spielt nicht nur in privaten Kontakten eine zentrale Rolle. Ihm kommt auch für die Arbeit und das Ansehen von Institutionen und Firmen eine entscheidende Bedeutung zu. Das verdeutlicht jetzt eine Studie zweier Psychologen der Hochschule Vechta. In »Vertrauen als Organisationsprinzip – Perspektiven für komplexe soziale Systeme« erläutern Prof. Dr. Martin Schweer und Dr. Barbara Thies auch Maßnahmen zur Förderung von Vertrauen.
Im Zentrum stehen Vertrauensbeziehungen zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern sowie Organisationen und Kunden. Verschleierungstaktiken und eine schlechte Informationspolitik, so zeigen die Autoren, zerstören Vertrauen. Denn Vertrauen setzt Transparenz voraus und effiziente Kommunikationsstrukturen.
Warum aber ist Vertrauen relevant? Die Antwort: Vertrauen verbessert die Arbeitsqualität und damit die Produktivität. Anzeichen für »erodierendes Vertrauen« können darin bestehen, dass aus Angst vor Sanktionen niemand mehr Verantwortung übernimmt.
Um der Vertrauenserosion entgegenzusteuern, empfiehlt das Autorenduo die »Integration von Vertrauen in die Unternehmensphilosophie« mit aufeinander abgestimmten Maßnahmen. Den ersten Schritt zu einem vertrauensvollen Verhältnis zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern sollte der Chef tun, weil für ihn ein Missbrauch des Vertrauens weniger gravierende Folgen hätte.
Der Autor Dr. Martin Schweer ist an der Hochschule Vechta Professor für Pädagogische Psychologie und Leiter des Zentrums für Vertrauensforschung. Die Autorin Dr. Barbara Thies gehört zu seinen engsten Mitarbeiterinnen. In ihrem Buch resümieren die Vechtaer Psychologen auch den Stand der wissenschaftlichen Beschäftigung mit dem Vertrauen. Das Buch ist im Hans-Huber-Verlag, ISBN 3-456-83978-2, erhältlich.



2003-Apr-22
Nordwest-Zeitung

Theologiestudium lässt sich verbessern
Studie Wegweisendes Projekt in Vechta

Vechta/EB – »Lehramt Theologie – das Studium kannste vergessen!« Diesen provozierenden Titel trägt eine neue Studie von Professor Dr. Egon Spiegel, Religionspädagoge am Institut für Katholische Theologie der Hochschule Vechta.
Zusammen mit einer weiteren Publikation zur Religionslehrerausbildung, die jetzt ebenfalls in der Reihe »Vechtaer Beiträge zur Theologie« erschienen ist, thematisiert das Buch Perspektiven zur Verbesserung des Theologiestudiums.
Der Vechtaer Theologieprofessor Egon Spiegel ist natürlich nicht der Meinung, dass man das Lehramtsstudium Theologie vergessen könne. Das zugespitzte Zitat im Titel seines jüngsten Buches stamme, so Spiegel, in dieser oder ähnlicher Form von ehemaligen Studierenden, die sich zu wenig auf die alltägliche Arbeit im Schulunterricht vorbereitet fühlten. Unter welchen Voraussetzungen von einem effizienten berufsqualifizierenden Studium gesprochen werden kann, arbeitet Spiegel in seiner Studie detailliert heraus.
Dabei betont er, dass es sich beim Lehramtsstudium Theologie nicht um ein »Schmalspurstudium« im Vergleich zum theologischen Vollstudium handelt, sondern um ein durch andere Studienfächer angereichertes Kombinationsstudium.
Spiegels Thesen und Denkanstöße flankieren ein für die Lehrerausbildung wegweisendes hochschuldidaktisches Projekt, das das Institut für Katholische Theologie über einen Zeitraum von zwei Semestern durchgeführt hat.



2003-Apr-23
Oldenburgische Volkszeitung [Vechta]

Zu einfach gemacht

Zum Kommentar von Professor Nitschke »Anti-Amerika – die neue Romantik in Deutschland« (OV vom 19. April).
Mit einem hohen Maß an Arroganz und anscheinend auch an Ignoranz setzt Professor Nitschke nach zweimonatiger Denkpause seine öffentliche Hetzkampagne gegen alle diejenigen fort, die sich kritisch zum Verhalten der Bush-Administration in der Irak-Frage geäußert haben. So rückt er alle Kritiker – einschließlich die deutschen Medien – ohne jegliche Differenzierung von notorischen USA-Gegnern in die Ecke des Anti-Amerikanismus. Nur Professor Nitschke scheint über die reine Wahrheit zu verfügen und als alleiniger Nahost-Experte auftreten zu dürfen. Dabei sind die Ursachen für den Ungehorsam der Staaten- und Religionsgemeinschaften viel zu komplex, um mit solch einer einfachen Denkstruktur Stimmung zu machen gegen jene, die die Außenpolitik der Bush-Regierung kritisch hinterfragen. Zwar sind die Südoldenburger bekannt für ihre bierselige Feierlust; sie sind bei aller Nüchternheit betrachtet aber durchaus in der Lage, Zusammenhänge zu erkennen. Sie sind auch nicht so einfach strukturiert, wie Professor Nitschke es sich vielleicht in seiner natürlichen Erhabenheit vorstellt.
Ich wünsche ihm ein unruhiges Semester mit lebhaften Diskussionen. Ich hoffe aber auch, dass er seine umstrittenen Äußerungen weiterhin öffentlich kundtut, ohne Polemik, aber dafür mit mehr differenzierter Betrachtung, damit die Meinungsvielfalt zur Außenpolitik der derzeitigen US-Regierung auch weiterhin in der OV zum Ausdruck kommt.

Rainer Blömer
Wiener Straße 3
Vechta

Bezugsartikel



2003-Apr-24
Oldenburgische Volkszeitung [Vechta]

Integration als Pflichtprogramm
Theologe rät zu neuer Prozentregelung


Lohne (hib) - Ein deutliches Ja zur Integrationsarbeit ist der Rat, den Professor Karl-Josef Lesch, Institut für Katholische Theologie an der Hochschule Vechta, jetzt den für die Bekenntnisschulen im Kreis Verantwortlichen gibt. Die 15-Prozent-Regelung, die derzeit vorschreibt, wie viele Kinder nicht der Mehrheitskonfession angehören dürfen, müsse endgültig aufgeweicht werden, meint der Lohner Wissenschaftler. Schließlich beweise die in seiner Heimatstadt geführte Diskussion, dass der Ist-Stand nicht mehr haltbar sei.
Zwar habe die Bekenntnisschule in einem festen Milieu eine wichtige Funktion - die der Milieustärkung nämlich. Doch genau diese einheitliche Struktur sei nicht mehr vorhanden. "Wir leben in einer pluralistischen Gesellschaft", meint Lesch. Darauf müssten die Bekenntnisschulen reagieren und ihre Schützlinge entsprechend vorbereiten. Die bislang praktizierte Abschottung sei keine Lösung.
Durch die sich stetig verändernden Bevölkerungszahlen würden konfessionsgebundene Einrichtungen umgekehrt jedoch nicht überflüssig - wenn sie die gesellschaftlichen Veränderungen als Auftrag verstünden. "Die Bekenntnisschule ist nur dann noch legitim, wenn sie sich verpflichtet, ihren Beitrag zur Integration zu leisten." Der dürfe nicht nur zahlenmäßig durch einen steigenden Anteil von nicht- katholischen Kindern erfüllt werden, sondern müsse inhaltliche Konsequenzen haben. Dann würden die Schüler, so der Theologe, das christliche Menschenbild im Umgang miteinander erfahren.
Religiöses Brauchtum könne und müsse bei einen höheren Anteil von nicht-katholischen Kindern weiterhin offensiv praktiziert werden. Im Gegenzug dürfe allerdings die intensive Auseinandersetzung mit anderen Religionen nicht fehlen. "Das ist eine ganz neue Chance für das Schulprofil der katholischen Einrichtungen", meint Lesch.
Welche neue Prozentzahl der Lohner für denkbar hält? "Hier müsste natürlich eine intensive Diskussion mit den Schulleitern erfolgen", ist der Wissenschaftler vorsichtig. Denkbar seien bis zu 30 Prozent, die an einer Bekenntnisschule nicht der Mehrheitskonfession angehören könnten. Eine deutlich höhere Quote sei allerdings kaum möglich. "Dann hätte sich die Gesellschaftsstruktur ohnehin so weit verändert, dass die Bekenntnisschule als Institution mit einem dicken Fragezeichen versehen werden müsste", meint Lesch.



2003-Apr-24
Göttinger Tageblatt

Oppermann: „Bodenloser Unsinn“

Als „bodenlosen Unsinn“ bezeichnet SPD-Landtagsabgeordneter Thomas Oppermann das, was sein Parlamentskollege Harald Noack (CDU) und die Kommission „Das Gesetz in Geschichte und Gegenwart“ der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen über die Rechtmäßigkeit der Stiftungsuniversität verbreiteten.
Oppermann: „Die Umwandlung der Universität in eine Stiftung ist ohne Zweifel rechtmäßig.“ Während des dreijährigen Verfahrens zur Erstellung des Gesetzentwurfes und seiner Beratung im Landtag seien vielfach Verfassungsfragen gestellt und stets sorgfältig geklärt worden: „Wohl kaum ein Gesetz ist jemals verfassungsjuristisch so intensiv geprüft worden.“
Dass die Akademie sich erst jetzt zu Wort melde, sei kein Ruhmesblatt für sie. Und dass ein Politiker wie Noack die Rückabwicklung der Stiftung fordere, sei „für die Universität brandgefährlich“, so Oppermann. Bei einer Rückabwicklung fielen wertvolle Grundstücke zurück an den Finanzminister. Oppermann: „Einer wie Harald Noack, der bislang Göttinger Interessen im Landtag nicht wie ein ,Beckenbauer der Politik‘ vertreten hat, sondern eher als politisches Leichtgewicht in Erscheinung getreten ist, könnte jedenfalls nicht verhindern, dass Göttinger Universitätsgrundstücke vom Finanzminister verkauft werden, um damit den von der CDU gewünschten Ausbau der Hochschule Vechta zu finanzieren.“ Noack solle aufpassen, „nicht zum politischen und juristischen Schwätzer zu werden“, erklärt der ehemalige Wissenschaftsminister.
Bei Senat und Präsidium der Universität und dem Vorstand des Bereichs Humanmedizin habe Noacks Kritik an der Stiftung Unverständnis ausgelöst, heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung. Besonders deshalb, weil sich die neue Landesregierung eindeutig zu den Stiftungsuniversitäten bekannt und deren Förderung zugesagt habe. Zudem habe der niedersächsische Wissenschaftsminister Lutz Stratmann (CDU) gerade erst den hochkarätigen Stiftungsrat der Georgia Augusta bestellt und Staatssekretär Josef Lange als Vertreter des Ministeriums benannt. Senat, Präsidium und Humanmedizin-Vorstand werteten dies als „klares Bekenntnis zur Stiftung und keinesfalls als Auftakt eines Rückzugs aus der Stiftungsoption“.
Es sei zu begrüßen, so Uni-Präsident Horst Kern, wenn sich Politiker um das Schicksal der Universität kümmerten, die bislang kaum Interesse für die Stiftungshochschule gezeigt hätten. „Falls diesen Personen jedoch die Universität und das Wohl der Region am Herzen liegt, wäre es klüger, sich zunächst gründlich zu informieren, bevor öffentlich für die Zukunftsperspektive in Göttingen schädliche Äußerungen gemacht werden.“



2003-Apr-24
Nordwest-Zeitung

Studie aus Herausforderung für Religion?
PISA Veranstaltungsreihe im Kardinal-von-Galen-Haus wird Montag fortgesetzt

Pisa und die Folgen für den Religionsunterricht: Darum geht es im von-Galen-Haus.

Cloppenburg/EB – Das Kardinal-von-Galen-Haus in Stapelfeld setzt die Veranstaltungsreihe »Über die Zukunft von Erziehung und Bildung in Deutschland« fort unter dem Thema »Pisa und die Folgen für den Religionsunterricht«.
In Zusammenarbeit mit dem Institut für Katholische Theologie der Hochschule Vechta und dem Schulamt des Offizialates treffen sich am Montag, 28. April, um 18 Uhr Vertreter von Schulen und Hochschulen und fragen sich, was Pisa mit dem Religionsunterricht zu tun hat.
Die Tagung thematisiert die Herausforderungen der Pisa-Studie an den Religionsunterricht und stellt einen Rahmen bereit, in dem unterrichtsspezifische Möglichkeiten aufgezeigt und im Spannungsfeld von Theorie und Praxis diskutiert werden. Ziel ist es, das Potenzial des Religionsunterrichts vor dem Hintergrund der Pisa-Studie neu zu bestimmen.
Dr. Kerstin Gäfgen-Track, Oberlandeskirchenrätin für Erziehung, Bildung und Schule aus Hannover, sagt, Religionsunterricht sei so wichtig wie Mathematik. Oder? Professor Egon Spiegel, der einen Lehrstuhl für Praktische Theologie, Religionspädagogik und Pastoraltheologie hat, spricht direkt zum Tagungsthema.
An der Podiumsdiskussion nehmen außerdem Gunhild Ockel, Oberstudienrätin für Katholische Religion und Pädagogik am Gymnasium Liebfrauenschule Vechta, sowie Matthias Soika, Lehrer für Katholische Religion an der Haupt- und Realschule mit Orientierungsstufe, Neuenkirchen, teil. Lehrerinnen und Lehrer aller Schulformen und Schulstufen und sonstige Interessierte sind eingeladen. Anmeldung und Information unter 04471/188 11 19.



2003-Apr-24
Oldenburgische Volkszeitung [Vechta]

Pisa-Studie und der Unterricht in Religion

Stapelfeld – Das Kardinal-von-Galen-Haus Stapelfeld lädt in Zusammenarbeit mit dem Institut für Katholische Theologie der Hochschule Vechta und dem Schulamt des Offizialates zu einer Tagung zum Thema »Pisa und die Folgen für den Religionsunterricht« am Montag (28. April) um 18. Uhr ein.
Nach Einführungsreferaten beginnt eine Podiumsrunde, an der unter anderem Oberstudienrätin Gunhild Ockel am Gymnasium Liebfrauenschule Vechta teilnimmt. Dazu sind Pädagogen aller Schulformen und Schulstufen und Interessierte eingeladen. Anmeldung und Informationen unter Telefonnummer 04471-1881119.



2003-Apr-26
Oldenburgische Volkszeitung [Vechta]

Verherrlichung des Krieges

Zum Kommentar von Professor Nitschke »Anti-Amerika – die neue Romantik in Deutschland« (OV-Gästebuch vom 19. April).
Der Krieg für Öl und Israel ist kürzer gewesen und hat gottlob weniger Opfer gekostet, als dies vor allem viele Militärexperten befürchtet hatten.
Auch dem angesehenen Nahost-Experten Peter Scholl-Latour hatten diesbezüglich große Sorgen geplagt.
Ihm, der deutschen Presse und dem gesamten Volk nun mangelnde Objektivität und eine Anti-Amerika-Romantik vorzuwerfen, grenzt schlichtweg an Übergeschnapptheit. Professor Dr. Peter Nitschke sollte sich schleunigst von seiner Kriegsverherrlichung trennen, denn einem auf Raubzug befindlichen Freund klopft man bekanntlich nicht lobend auf die Schultern.
Er spielt den intellektuellen Goliath und könnte sich getrost in Demut vom makellosen Scholl-Latour Ratschläge erteilen lassen. Dieser hat das Richtige vorausgesagt: Die Amerikaner werden von der überwiegenden Bevölkerung Iraks nicht als Befreier, sondern als Besatzer empfangen.
Im Nachbarland Kuwait gibt es bis heute noch keine freien Wahlen.

Josef Staggenborg
Dietrichstraße 14
Dinklage

Bezugsartikel



2003-Apr-27
Sonntagsblatt

Öffentliche Ringvorlesung zum »Jahr der Bibel 2003«
Institut für Katholische Theologie der Hochschule lädt ein

Erste einer ganzen Reihe von Vorlesungen ist am morgigen Montag.

Vechta. »Den Schatz der Bibel neu entdecken«: So lautet das Motto des Jahres der Bibel 2003. Durchgeführt wird das Jahr der Bibel vom Arbeitskreis Christlicher Kirchen. Die Veranstaltungen zur aktuellen Bedeutung der Heiligen Schrift finden nicht nur in Deutschland statt, sondern auch in Österreich, in der Schweiz, in Südtirol und in Frankreich. Das Institut für Katholische Theologie der Hochschule Vechta beteiligt sich am Jahr der Bibel mit einer interdisziplinären Ringvorlesung zum Thema »Das Buch, ohne das man nichts versteht. Die kulturelle Kraft der Bibel«.
Die Vechtaer Theologen kooperieren dabei mit den Instituten für Katholische Theologie und Evangelische Theologie der Universität Osnabrück und dem Fach Deutsch der Hochschule Vechta. Es finden Vorträge sowohl in Osnabrück als auch in Vechta statt. Die Vorlesung in Vechta steht für Montag, 28. April, auf dem Programm. Sie trägt den Titel: »In welcher Reihenfolge soll ich servieren ...? – Anmerkungen zu Komposition und Aufbau neuer Kinderbibeln«. Referent ist Dr. Thomas Nauerth von der Hochschule Vechta.
Die Vorlesungen in Vechta, zu denen alle Interessierten willkommen sind, beginnen jeweils um 18.15 Uhr im Raum N 07, Driverstraße 26.
Die Termine und Themen an der Hochschule Vechta im Überblick: 12 Mai: »Auf den Spuren der Engel – Tradition und Transformation eines alttestamentlichen Motivs« (Prof. Dr. Beate Ego); 26. Mai »Biblia: das ist: Die gantze Heilige Schrift. Deudsch. Auffs new zugerichtet. D. Mart. Luth. – Zu Luthers Bibelübersetzung und ihre neuen Zurichtungen« (Prof. Dr. Wilfried Kürschner); 16. Juni: »Lektorenprobleme mit der Bibel« (apl. Prof. Dr. Eberhard Ockel); 30. Juni: »Liebt eure Feinde ...« (Mt. 5,44). »Die Bergpredigt – eine Herausforderung für die Moraltheologie« (PD Dr. Elmar Kos); 14. Juli; »Bin ich nicht frei? (1 Kor 9,1a). Die paulinische Rede vom ›gesetzesfreien Evangelium‹« (Prof. Dr. Franz Georg Untergaßmair).



2003-Apr-28
Oldenburgische Volkszeitung [Vechta]

Festredner mit glücklichen Momenten
Kläne überreichte Vechtaer Gerontologie-Preise/Diplomanden verabschiedet

Vechta - Der Wunsch von Professor Ortwin Peithmann, Präsident der Hochschule Vechta, war eindringlich. "Halten Sie die Verbindung zur Hochschule", mahnte er. Vielleicht ein Appell mit Hintergedanken, schließlich könnte den Diplomanden, denen Peithmann ihr Zertifikat zum Abschluss ihres Gerontologie- Studiums überreichte, eine große Karriere bevorstehen. Das nötige Rüstzeug, so der Hochschulpräsident, hätten sie. Immerhin besuchten sie einen "modernen Studiengang, der für den Arbeitsmarkt der Zukunft vorbereitet". Dabei durften sich einige der Studenten besonders freuen. Ihnen wurde von Josef Kläne, stellvertretender Vechtaer Bürgermeister, der Gerontologie-Preis der Stadt überreicht. Ausgezeichnet wurde Friderike Dühring, Diplomstudiengang. Ihre Diplomarbeit befasst sich mit Tod und Sterben im Spannungsfeld zwischen gesellschaftlicher Verdrängung und Hospizbewegung.
Im Ergänzungsstudiengang wurde Ludger Hausfeld ausgezeichnet. Er schrieb über die Bedeutung und Einflussmöglichkeiten von Seniorenbeiräten auf die Gestaltung kommunaler Altenpolitik. Monika Lüdeke, Aufbaustudiengang, bekamen für ihre Auseinandersetzung mit der Palliativmedizin bei alten Menschen - Defizite und Lösungsansätze zur Verbesserung der Versorgungsstrukturen die städtische Anerkennung.
Als Festredner war Professor Jo Reichertz, Uni Essen, angereist. Er sprach über Glück in den Massenmedien.



(Foto) Doppelter Freudentag: Im Rahmen der Diplomfeier überreichte der stellvertretende Vechtaer Bürgermeister Josef Kläne an drei Gerontologie-Diplomanden den Gerontologie-Preis der Stadt.



2003-Apr-28
Oldenburgische Volkszeitung [Vechta]

Ringvorlesung: Schatz der Bibel neu entdecken

»Das Buch, ohne das man nichts versteht. Die kulturelle Kraft der Bibel« lautet die Überschrift einer interdisziplinären Ringvorlesung des Vechtaer Instituts für Katholische Theologie zum Jahr der Bibel. Die Vechtaer Theologen kooperieren dabei mit ihren Osnabrücker Kollegen und dem Fach Deutsch der Hochschule Vechta. Die erste Vorlesung in Vechta findet heute um 18.15 Uhr in Raum N 07 der Hochschule an der Driverstraße 26 statt. Dr. Thomas Nauerth spricht unter dem Titel »In welcher Reihenfolge soll ich servieren ...?« zu Komposition und Aufbau neuer Kinderbibeln.
Am Montag (12. Mai) begibt sich Prof. Dr. Beate Ego – wieder gleiche Zeit, gleicher Ort – auf die »Spuren der Engel – Tradition und Transformation eines alttestamentlichen Motivs«. Am Montag (26. Mai) spricht Prof. Dr. Wilfried Kürschner zu Luthers Bibelübersetzung und ihre Revisionen. Am Montag (16. Juni) beschäftigt sich Prof. Dr. Eberhard Ockel mit »Lektorenproblemen mit der Bibel«.
Als Herausforderung für die Moraltheologie stellt Dr. Elmar Kos am Montag (30. Juni) unter dem Titel »Liebt eure Feinde« die Bergpredigt vor. Schließlich stellt Prof. Dr. Franz Georg Untergaßmair am Montag (14. Juli) unter dem Stichwort »Bin ich nicht frei?« die paulinische Rede vom »gesetzesfreien Evangelium« vor.